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"How I met my neighbour - on stage!" geht in die nächste Runde


„Frei zu leben - wie alle anderen Menschen auch - ist für mich sehr wichtig. Ich bin seit jeher auf der Durchreise und bin diese Art von Leben leid. Mein Ziel ist, eine Heimat zu haben, um mich zugehörig zu fühlen.“

Naji- ein Projektteilnehmer

15 Jugendliche zwischen 15 und 22 Jahren, davon 9 Flüchtlinge und 6 SchülerInnen machen zusammen Theater! “
In Gesprächen mit Neuzugewanderten als auch mit Einheimischen konnten wir feststellen, dass es einen Mangel an Begegnungsräumen gibt. Dies aber ist die Grundlage für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben in Achtung und Toleranz. Um Vorurteile und gegenseitiges Misstrauen abzubauen, ist es wichtig, in den Dialog zu treten,“ erzählt  Maria Eggers, die im Team Junge VHS Hannover mit Massih Khoshbeen und Theatermacherin Parisa Hussein-Nejad das Konzept entwickelt hat.

Um Jugendliche für das Projekt zu gewinnen, sind Parisa, Maria und Massih im Juni 2014 in Schulen, Unis, Flüchtlingsheime, Sport- und Theatergruppen, Jugendzentren sowie Sprachklassen gegangen. Seit September 2014 arbeiten sie in einer Projektgruppe mit jungen Menschen aus Afghanistan, Syrien, der Elfenbeinküste, Somalia, Iran, Russland, Marokko, Peru und Deutschland in Theaterworkshops des Erzähl- und Körpertheaters an Szenen und Choreografien für eine Inszenierung.


Das Stück: Es ist ihr Sprachrohr an die Welt da draußen, in Zeiten von PEGIDA und Je suis Charlie. Jugendliche, die etwas zu sagen haben! Die eine Hälfte verfügt über ein unglaubliches Bewusstsein und Wissen zu globalen Zusammenhängen, die andere Hälfte bringt ihre eigene persönliche Erfahrung mit Politik, Migration und Integration mit.  „Gemeinsam wollen wir auf künstlerischem Weg Fragen zu bestehenden Normen stellen und Werte für ein verantwortungsvolles Miteinander suchen. In How I met my neighbour- on stage!  geht es um wirkliche Begegnung. Wir sind auf einander eingegangen. Durch die Verwendung mehrerer Sprachen konnte jeder tiefgehende und bereichernde Gedanken einbringen. Das Medium Theater ist per se interkulturell veranlagt: durch seine verschiedenen Ausdrucksebenen und Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei sind die unterschiedlichen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen eingeflossen und wir alle haben viel voneinander gelernt.“ sagt  Frau Hussein-Nejad.

Das gemeinsam entwickelte Stück hat am 29.Januar Premiere gefeiert.“Schon eine Viertelstunde vor Beginn war der Saal bis zum letzten Platz gefüllt, da viele nicht mehr in die Vorstellung reingekommen sind, wird es am 28. Februar um 18.00 Uhr erneut eine öffentliche Vorstellung auf der Bühne der Ada- und Theodor-Lessing Volkshochschule geben“ so Maria Eggers.



„Das Stück hat mich total berührt, betroffen gemacht und begeistert. Das ist wirklich Bewusstseinsarbeit und es gibt mir viel Hoffnung, wenn junge Leute so klar, bewusst und engagiert sind“, berichtet Nelly Hagen, Mitglied im Unterstützerkreis „Flüchtlingshilfe D33“, die einen Einblick in die Arbeit der Projektgruppe gewonnen hat.

„Durch das Bearbeiten wichtiger Aspekte der Gegenwart und Zukunft der Integrations- und Globalisierungsthematik – reduziert und sinnlich und dadurch umso klarer und deutlicher - regen wir an, was dann an Schulen, in Vereinen und zivilgesellschaftlichen Kreisen weiter diskutiert werden kann“, so Frau Hussein-Nejad. Es besteht ein großer Gesprächsbedarf, aber es fehlt oft an geeigneten Impulsformaten wie diese Inszenierung sie bietet. Zur Premiere sind bereits einige Schulklassen kommen, aber der Platz reichte nicht für alle Interessenten aus. „Wir wussten vorher nicht, wie sich das ganze entwickeln wird. Jetzt, wo das Stück steht, nach dieser Wahnsinnsarbeit, würden wir am liebsten damit durch die Schulen touren“, ergänzt Herr Khoshbeen.

Bis zur nächsten Aufführung am 28.2. wird das Projekt aus Mitteln der Volkshochschule Hannover, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Aufgrund der großen Nachfrage sind sie jetzt auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für weitere Aufführungen. Das Geld wird vor allem für eine kleine Aufwandsentschädigung für die Jugendlichen benötigt. Denn bei so viel ehrenamtlicher Arbeit und zivilgesellschaftlichem Engagement wäre dies eine wertschätzende Geste. „Anerkennung spielt eine große Rolle, um SchülerInnen sowie zugewanderte Menschen zu motivieren, sich lokalpolitisch zu beteiligen und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten“, berichtet Frau Hussein-Nejad aus ihrer täglichen Arbeitserfahrung mit Schülern und Zugewanderten.

Paul Riemann
Journalist und Autor



Das Projekt „Face Your Culture – Generation Transkulturell“ von culture codes erhält eine
Auszeichnung vom GFZ.

Am 2. Dezember wurden die Auszeichnungen für ziviles Engagement für Integration im Hannoveraner Rathaus verliehen.


Über 150 ehrenamtlich Engagierte kamen zur Verleihung des Zweiten GFZ Integrationspreises am 2. Dezember 2013 in den Mosaiksaal des Neuen Rathauses. Der Festsaal war bis zur letzten Reihe gefüllt. Die Preisträger waren von der vierköpfigen Jury des "Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ ausgewählt worden. Die Ausschreibung trug den Titel „Fünf Jahre des Lokalen Integrationsplans. Unser Beitrag zur Integration in Hannover“. Oberbürgermeister Stefan Schostok betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass die Stadt zwar schon große Fortschritte in Sachen Willkommens- und Anerkennungskultur gemacht hätte. Trotzdem müsste noch einiges passieren, z. Bsp. beim gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Migrationshintergrund. Dann trat die Kuratorin Frau Dr. Koralia Sekler ans Rednerpult und skizzierte in einer kurzen Rede die Entstehung des LIPs durch einen Ideenwettbewerb und unter Beteiligung vieler engagierter Bürger. Nach dem Rückblick begann sie, die Preisträger/innen aufzurufen.

Das Modellprojekt "Face Your Culture – Generation Transkulturell" von culture codes wurde in den Bereichen Demokratie (Interkulturelle Öffnung von Kinder- und Bildungseinrichtungen) sowie Soziales (Antirassismus und Antidiskriminierung) mit dem 2.Integrationspreis ausgezeichnet. Das Preisgeld ist dafür bestimmt, ein neues Theaterprojekt mit jugendlichen Flüchtlingen aus Hannover ins Rollen zu bringen: „How i met my neighbour-on stage!“. Die Diplomkulturwissenschaftlerin Parisa Hussein-Nejad von culture codes freute sich und hofft, „dass Stadt und Region uns auch in Zukunft unterstützen werden bei unserem künstlerischen Projekten mit Jugendlichen."


Abschlusspräsentation: Face Your Culture – Generation Transkulturell

„Wo findest du hier oder im Zooviertel einen Dönerladen? Dönerläden, das ist ein Klischee, so ein Dönerladen steht für „billig“ und dann gibt es den nur dort, wo es billig ist. Da, wo ich mich aufhalte, gibt es immer Dönerläden!“ Foto-Zitat eines Jugendlichen aus dem Projekt.

Theaterszenen und Poetry Slam-Texte, Fotostrecken und Filme: am 21. Juni um 13.30 Uhr eröffnet die Ausstellung „Face Your Culture- Generation Transkulturell“ in der Aula der Alice Salomon Schule. Die manchmal drastischen, manchmal absurden, aber auch berührenden und unterhaltenden Texte und Bilder thematisieren Heimat- und Fremdheitsgefühle im Kiez, in der Familie und im eigenen Körper.

Die Beschäftigung mit der Einwanderungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und die Betrachtung individueller Familienbiographien haben die TeilnehmerInnen dazu motiviert, sich mit kulturellen Kontinuitäten, Brüchen und Bereicherungen auseinander zu setzen. Die Kursleiterin Bianca Beck berichtet: „Für die Jugendlichen war z.B. eine türkische Familie in der Nachbarschaft oft nur eine Familie, die ‚anders‘ ist als sie. Jetzt realisieren sie, dass diese Familie auch geprägt ist durch alltägliche Fremdheitserfahrungen und ungewöhnlichen Bedingungen, unter denen sie lebt.“

Ihre neu gewonnen Eindrücke zu Orten, Gefühlen und Politik als Lebenswelten, verdichteten die TeilnehmerInnen in künstlerischen Arbeiten mit den unterschiedlichsten Medien. Die dabei entstandenen Bilder und Texte, in denen Menschen sich begegnen, nebeneinander herlaufen, ausschließen oder miteinander verwachsen, werfen gewollt Fragen zu vermeintlich richtigen gesellschaftlichen Regeln und Normen auf.




Face Your Culture Zeig Dich!: Kulturelles Jugendprojekt feiert große Premiere!

Kulturelle Vielfalt live on stage!: Zwei Projektgruppen, eine Multiplikatorengruppe und eine Schülergruppe der IGS Mühlenberg, präsentieren sich und ihre vielfältigen Kunstarbeiten. Die Ausstellung der Multiplikatorengruppe findet am 05. Juni um 18 Uhr statt. Die Vorführung der Jugendlichen folgt am 19. Juni, um 18 Uhr im Foyer der VHS Hannover.

Welche sozialen, lokalen, biografischen oder medialen Faktoren bestimmen eigentlich unseren persönlichen Alltag, unsere Geschichte und damit auch unsere individuelle Kulturvielfalt? Das sind die Fragen, mit denen sich die Projektteilnehmer beider Gruppen auseinandergesetzt haben.

Wir haben vor allem auf die persönlichen Perspektiven der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gesetzt. Nur wer seine eigene Kultur benennen kann, kann dann auch das Miteinander im Alltag bewusst gestalten", so das Statement der Kursleiterin Parisa Hussein-Nejad. Aus diesem Ansatz sind nicht nur unterschiedliche künstlerische und thematische Sichtweisen hervorgegangen sondern auch ganz verschiedene kreative Erzählformen.

Seit Sommer 2012 arbeitet die studierte Kulturwissenschaftlerin mit 9 Teilnehmern einer Multiplikatorengruppe zwischen 18 und 27 Jahren und 11 Teilnehmern einer Schülergruppe zwischen 14-16 Jahren im Auftrag der VHS Hannover zusammen. Interaktive Rollenspiele sowie Besuche von kulturellen Bildungseinrichtungen, Ausstellungen sorgten für jede Menge Abwechslung und Inspiration. Zusammen mit den Jugendlichen hat sie die Frage nach deren ganz persönlicher Kultur gestellt, um sie für einen reflektierten Umgang mit dem Kulturbegriff zu sensibilisieren.

Die Multiplikatorengruppe hat ihren künstlerischen Schwerpunkt auf den Bereich Portraits gelegt, die in knapp einem Jahr filmisch sowie spielerisch in Bild-Text Kombinationen umgesetzt wurden. Die Kursleiterin zu den Kurzfilmen:Das Besondere an den Kurzfilmen ist, dass keiner dem anderen gleicht. Vom Recherche-Video zur Kultur der Hannoveraner über einen kleinen, persönlichen Animationsfilm zur Migration bis hin zu einer mit dem Handy gedrehten Liebeserklärung an das Nachtleben in Linden hat jeder der jungen Teilnehmer einen anderen Schwerpunkt gesetzt und gezeigt, wie facettenreich und vielschichtig der Begriff Kultur" ist.".

Die Schülergruppe der IGS Mühlenberg wird hingegen eine ganz individuelle Performance ihrer persönlichen Talente zum Besten geben. Aus Sicht der Projektleiterin ist der Raum, sich selbst und Neues auszuprobieren dieser Gruppe ein großes Anliegen. Die eigenen Stärken und kulturellen Hintergründe sowie neue Zugehörigkeiten zu entdecken wird als große Chance erkannt. Mit einer Dance-Performance, ihren Visionen zu Hannover 2020 und einem internationalen Menü entführen uns die Jugendlichen in ihre Welt und zeigen uns, was sie bewegt und für welche Reichtümer verschiedener Kulturen ihr Herz schlägt.



„Integral Reloaded“


Am 16. Februar war das Neue Rathaus Schauplatz der Abschlussveranstaltung des Jugenddemokratieprojekts „Integral RELOADED“. Unter Anleitung von Projektkoordinatorin Laura Ihle und einiger „Integrations-Scouts“, die während des ersten Integral-Projekts ausgebildet wurden, schlossen sich Jugendliche aus mehreren Stadtteilen in einem 18- monatigen Projekt zusammen, um sich gemeinsam mit anderen aktiv in die Politik ihrer Stadtteile einzumischen und sich gegen Ungleichbehandlungen zu wehren. Dazu nahmen die Jugendlichen den städtischen Lokalen Integrationsplan (LIP) unter die Lupe und diskutierten, wie man seine Inhalte auf politischer Ebene und im täglichen Zusammenleben von Jugendlichen umsetzen kann. Zum Abschluss veranstalteten Profondo e.V. und die Stadt Hannover  eine Präsentation der Ergebnisse und diverse Workshops für die anwesenden Jugendlichen und Politiker. Beim „Theater“-Workshop stellten die gut gelaunten Jugendlichen schauspielerisch Szenen dar, in denen kontrastreich „typische“ Situationen in Stadtteilen wie das Zoo-Viertel, Linden und Vahrenheide thematisiert wurden. Der Workshop-Leiterin Parisa Hussein-Nejad war es wichtig, den Jugendlichen „Raum zu geben“, indem sie ihnen alle Entscheidungen zur Gestaltung übertrug und selbst eine ausschließlich moderierende Rolle einnahm. Die „Gruppe Vahrenheide“ wählte eine bewusst provokante Darstellungsform eines versuchten Raubüberfalls, der durch eine Jugendliche verhindert wurde. Sie verbanden die Szene direkt mit einer Forderung nach mehr Streetworkern und Vertrauenspersonen, insbesondere in Gebieten mit hoher Jugendkriminalität.

V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover




Jederzeit abrufbare Erinnerung- Film ab in Helmstedt


Der Regionalexpress entschleunigt. Ankunft in Helmstedt, dem Örtchen, jenes vielen eher durch seine Bedeutung als Grenzübergang der BRD und DDR bekannt ist. Es ist kalt und ungemütlich im Freien, verstärkt durch den eisigen Wind, der zwischen den Häuserwänden entlang fegt. Hinter den schweren Mauern des Klosters St. Ludgerus sitzen 23 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges, zwei Lehrer und zwei Projektleiterinnen. Sie blicken erwartungsvoll auf die fünf Tage der religiösen Orientierung, die vor ihnen liegen. Die beiden engagierten und hilfsbereiten Projektleiterinnen Liese und Parisa stellen das Programm vor. Es geht um das Thema Leben und Tod und ein Projekt, welches eine Umsetzung der Thematik in einen Kurzfilm vorsieht. Nach Kennenlernspielen und einer eintägigen Eingewöhnungszeit startet am Dienstag die Vorbereitung auf das Filmen. Der Umgang mit der Kamera und dem Stativ wird geprobt, verschiedene Bildeinstellungen ausprobiert und gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet. Damit ist der Impuls für die Schülerinnen und Schüler zum selbständigen Arbeiten gegeben. Eifrig werden Drehorte gesucht, Schauspieler geschminkt und letzte Versuche mit der Kamera unternommen. Im ganzen Kloster und in der Umgebung lassen sich Schülergruppen antreffen, die enthusiastisch und ehrgeizig in ihre Arbeit vertieft sind. Am Ende des Tages sind viele geschafft wie noch nie, doch ein Ende der Anstrengung ist nicht in Sicht. Der letzte ganze Tag wird mit dem Schneiden der Kurzfilme verbracht, eine Tätigkeit, die mit viel Fingerspitzengefühl angegangen werden muss. Die Resultate können sich sehen lassen! Vier Kurzfilme zwischen 2-4 Minuten, einer spannender als der andere, die jeweils eine ganz unterschiedliche Auslegung von Leben und Tod behandeln. Sie werden bei der kleinen Premiere am letzten Abend vorgestellt. Doch Wehmut über das Aufbrechen aus Helmstedt am nächsten Morgen kommt bei den Schülerinnen und Schülern, den Lehrern und auch bei den Gruppenleiterinnen nicht auf. Tröstlich ist für sie die Tatsache, dass jeder eine CD mit den Kurzfilmen und Fotos des 5-tätigen Aufenthaltes bekommt. So bleibt die Orientierungswoche in guter, jederzeit abrufbarer Erinnerung.

Von Maike Kolf, Teilnehmerin des Filmprojektes "Leben und Tod" der OriTage 2013



Klappe, die Nächste!

Seit Dezember laufen bei dem Projekt „ Face Your Culture – Zeig Dich!“ die Dreharbeiten zu Kurzfilmen zum Thema Kultur. „Kultur ist nicht gleich Kultur!“ unter diesem Motto erstellte die Multiplikatiorengruppe Filmkonzepte zu den unterschiedlichsten Facetten des Kulturbegriffs. Gefilmt wurde in Hannover und mit HannoveranerInnen. Angefangen von einer Umfrage in den verschiedenen Kulturmilieus in Hannover bis hin zum vom Handy gedrehten Musikvideo über die Lindener- Jugendkultur haben die Projektteilnehmer nach dem Begriff von Kultur in Hannover gesucht. Aber auch Familie, Generation und Zeitgeschehen werden unter dem Aspekt kultureller Identitätsprägung unter die Lupe genommen. In den parodistischen Kurzfilmen „Betti und Chrischi- Eine Aussprache via Buch“ und „ Ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der M.“ zeigen sich der Einfluss von Vorbildern aus den Massenmedien und dem öffentliche Leben auf unsere Wahrnehmung und unsere Alltagskultur von ihrer grotesken Seite. Ob nun bezogen auf die eigene Familiengeschichte, unser soziales Umfeld oder auf die öffentliche Politik Migration ist ein Thema, das uns alle betrifft, diesem Thema widmet sich der sechste Film, eine kurze Animation, zu. Im Januar soll dann geschnitten werden.

Die Kurzfilme werden im Rahmen einer Ausstellung zum Projekt im Foyer der VHS Hannover ausgestellt. Sobald der Ausstellungszeitraum steht, wird er auf dieser Website angekündigt!




Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin:


Nach diversen Besuchen in hannoverschen Kulturinstitutionen reisten wir mit versammelter Truppe nach Berlin.

Unser Ziel: Abseits der klassischen Touristenpfade eine andere Seite Berlins kennenzulernen. Und zwar nicht irgendeine, sondern die Kunst der Straße. Wobei vielen von uns nicht klar war, was das überhaupt war. Das Besprayen öffentlicher Gebäude und Wände. Meist mit komischen unidentifizierbaren Kürzeln — so definierten die meisten von uns Straßenkunst. War das Kunst oder doch eher Vandalismus?

Wir waren uns nicht wirklich sicher. Mit unserem gefährlichen Halbwissen stießen wir ganz schnell an unsere Grenzen. Und wurden eines besseren belehrt. Anhand lebender Kunstwerke, die wir gemeinsam mit unserem Guide besuchten. Ob Gammelfleisch-Skandal, Gentrifizierung. Kritik am Konsumismus oder Kapitalismus oder einfach künstlerische Eitelkeit: Die Motive der verschiedenen Künstler sind vielfältig und haben teilweise eine viel tiefere Bedeutung, als wir es erahnten. Schubladendenken —das lernten wir ganz schnell — hilft zum Verständnis dieser Subkultur also nicht weiter.
Neben einem dreistündigen Ritt durch die Zentren der Streetart Friedrichshain und Kreuzberg, durften wir am Ende schließlich selbst Hand anlegen und ein eigenes Graffiti-Bild machen. Dabei entdeckte so mancher von uns sein künstlerisches Talent. Und sieht die Straßenkunst heute mit einem anderen, „geschulterem“ Auge.


Von Maria Eggers, Teilnehmerin an dem Filmprojekt “Face Your Culture — Zeig Dich“









































Theaterworkshop - Gruppe

Szenen Präsentation





2.Filmgruppe


3.Filmgruppe


4.Filmgruppe